Monthly Archives: February 2010

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Fragen

Warum macht er das? Wieso lassen sie ihn nicht? Was bedeutet das? Was wird als nächstes passieren? Wo kommt das alles her? Warum schauen die so blöd? Hat das schon mal einer gemacht? Wird das nochmal passieren? Kann er das nicht sein lassen? Wie geht das überhaupt? Fängt das jetzt wieder an? Kann da nicht mal einer was machen? Was ist das für ein Schmarrn? Was machen die überhaupt? Kann man das so lassen? Wie soll das weiter gehen? Warum? Wie ist er auf die Idee gekommen? Und können jetzt alle mal ruhig sein?

Westerwelle

Warum wundern sich eigentlich alle über Westerwelles Vergleich des Sozialstaats mit der Dekadenz im alten Rom? Er gibt doch nur die Haltung wieder, die die FDP schon immer hatte.

Axotrottel

In einer Art Massenhysterie hat fast die gesamte deutsche Literaturkritik das Debüt einer 17jährigen mit dem Titel “Axolotl Roadkill” zum Meisterwerk erklärt, die Autorin zur Stimme ihrer Generation. Liest man ein paar Seiten dieses Buchs, kommt man nicht mehr heraus aus dem Staunen – über das Urteil der Kritiker: Pubertätsprosa reinsten Wassers ist es, was Helene Hegemann da verfasst hat, eine junge Frau, die – auch das merkt man beim Lesen – begabt ist und vielleicht in zehn Jahren einmal ein gutes Buch schreiben wird. Ich dachte zunächst, die Kritiker, die “Axolotl” so “authentisch”, “klug” und “sprachgewandt” fanden, seien alte, in Staub ergraute Kerle, die beim Gedanken an eine 17jährige Literatur-Lolita ins geistige Sabbern geraten – aber nein, auch die weiblichen Kritiker waren Teil der Hysterie. Doch dann kam heraus, dass Hegemann Teile ihres Opus aus fremden Quellen geschöpft hatte – und jetzt stehen in den gleichen Zeitungen, aber mit anderen Namen unterzeichnet, Artikel, deren Verfasser schon immer gewusst hatten, wie schlecht das Buch sei. Arme Helene Hegemann, deren jugenliche Naivität die Bewohner des Narrenkäfigs deutscher Literaturkritik schamlos für ihre Unsinnsproduktion ausgenutzt haben! Ich hoffe sehr, dass sie trotzdem noch die Kraft haben wird, in zehn Jahren ein gutes Buch zu schreiben.

Typen, denen ich heute beim Laufen begegnet bin

Heutige Begegnungen, in chronologischer Reihenfolge:

  • Die Kamikaze-Kindsmutter: Fährt rückwärts aus der Straße in eine Kreuzung, löst Notbremsungen und ein Hupkonzert aus, rast dann etwa 100 Meter um den Block, um an der Grundschule ihr Kind auszuladen; ich verstehe, dass das riskante Manöver ihr einen Umweg von etwa 200 Metern erspart hatte. (07:40 Uhr)
  • Die Schüler-Phalanx: Eine Gruppe Schüler, die den ganzen Gehweg einnehmend mir entgegen kommt und für Spannung sorgt, indem sie erst in letzter Minute eine Lücke für mich frei macht. (07:45 Uhr)
  • Der BMW-Jogger: Beschleunigt, sobald er jemanden überholen kann, läuft immer links. (07.55 Uhr)
  • Der Mercedes-Jogger: Läuft immer rechts, langsam, behäbig, aber raumfüllend, heute sogar in Begleitung. (08.00 Uhr)
  • Der Volvo-Jogger: Mit neonroter Sicherheitsjacke und Herzfrequenz-Messgerät. (08.01 Uhr)
  • Die Anthropomorphistin: Wünscht ihrem niesenden Hund “Gesundheit!” (08.05 Uhr)
  • Der Loko-Man: Stößt beim Laufen rhythmisch und weithin hörbar Luft aus; klingt wie ein Kind, das Dampflokomotive spielt. (08.09 Uhr)