Müller

MM_neuDr. Michael Müller ist Professor für Medienanalyse und Medienkonzeption an der Hochschule der Medien Stuttgart. Er studierte Literaturwissenschaft, Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie an der Universität München. Nach einer Tätigkeit als Kulturmanager bei der Siemens AG machte er sich selbständig und berät seit mehr als 15 Jahren auf der Basis narrativer Ansätze Unternehmen, Organisationen und öffentliche Institutionen bei der Kommunikations- und Kulturentwicklung, bei Veränderungsprozessen und Markenführung. Als Autor für Unternehmensmedien entwickelte er zahlreiche Unternehmensfilme, Internetauftritte und Printmedien. Michael Müller ist ausgebildeter systemischer Berater (Familienkolleg München).  Unter dem Pseudonym Michael Kurfer schreibt er Romane.

mm@muellerundkurfer.de

 

Aktuelle Veröffentlichungen:

 

Michael Müller

Einführung in narrative Methoden der Organisationsberatung

Das Erzählen ist nicht nur eines der mächtigsten Instrumentenarrative_methoden_der_organisationsberatung-mueller
zur Kommunikation und zur Informationsspeicherung,
das die Menschheit entwickelt hat, sondern Narrationen
sind auch entscheidend an der Konstruktion der Identität
von Individuen und sozialen Systemen beteiligt.
Unter dem Schlagwort „Storytelling“ ist das Arbeiten mit
Geschichten (Narrationen) in Unternehmen heute weit verbreitet.
Dieses Buch zeigt, dass die Einsatzmöglichkeiten von narrativen
Methoden im oben genannten Kontext weit über das reine
Erzählen von Geschichten hinausgehen. Letztlich wird die Identität
von Unternehmen und Organisationen durch die Geschichten,
die Mitarbeiter und Führungskräfte, Kunden oder die Medien
erzählen, konstruiert, am Leben gehalten und kommuniziert.
Entwicklungund Veränderung sind immer (auch) Arbeit an der
Narration. Die Erzählprozesse verändern also die Identität.
Welche Geschichten konstruiert eine Person oder ein Unternehmen
über sich selbst? Und wie lassen sich diese Geschichten
und damit das eigene Selbstverständnis, das Handeln oder die
Prozesse verändern? Vor dem Hintergrund solcher Fragen werden
narrative Ansätze, Methoden und Veränderungsdesigns für das
Einzelcoaching sowie wie für die Organisationsentwicklung und
das Change-Management anwendungsorientiert dargestellt.
ISBN 978-3-8497-0157-4
124 Seiten, Kt, € (D) 14,95/€ (A) 15,40
Carl-Auer Verlag 2017

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Michael Müller, Petra Grimm

Narrative Medienforschung

Einführung in Methodik und AnwendungMüller-Narrative-9783867644990.indd

Storys werden in den Medien in zahlreichen Kontexten erzählt: Im Journalismus, in der Werbung, in fiktionalen Formaten wie Romanen und Spielfilmen, aber auch zunehmend in Unterhaltungsformaten wie Reality TV und Castingshows. Eine der zentralen Erkenntnisse der Erzähltheorie ist, dass narrative Kommunikate (Geschichten) ihre Botschaften nicht nur über die Inhalte (was wird erzählt?) sondern auch über die Form (wie wird erzählt) vermitteln. Der Band „Narrative Medienforschung“ stellt auf der Basis semiotischer und erzähltheoretischer Modelle eine Analysemethode vor, mit deren Hilfe auch die „zwischen den Zeilen“ vermittelten Bedeutungsstrukturen von Narrationen interpretiert und für die Forschung zugänglich gemacht werden können. Darüber hinaus wird vorgeführt, wie „Metanarrative“, also narrativ strukturierte Diskurse, analysiert werden können. Schließlich wird die Anwendung der Methode für die Durchführung und Auswertung narrativer Interviews im Rahmen qualitativer Forschung praxisnah demonstriert.

2016, 182 Seiten

UVK Konstanz

Weitere Buchpublikationen:

2014 a Storytelling. Die Kraft des Erzählens für die Unternehmenskommunikation nutzen. Berlin: scm

2014 b  SocialMania. Medien, Politik und die Privatisierung der Öffentlichkeit (Hrsg., zus. m. Petra Grimm). Stuttgart: Steiner

2012   Unternehmensfilme drehen. Business Movies im digitalen Zeitalter. (zus. mit Wolfgang Lanzenberger). 2. Aufl. Konstanz: UVK

2010   Porno im Web 2.0. Die Bedeutung sexualisierter Web-Inhalte in der Lebenswelt von Jugendlichen. (zusammen mit Petra Grimm und Stefanie Rhein). Berlin: Vistas

2006     Storytelling – Das Praxisbuch. (zus. m. K. Frenzel und H. Sottong). München: Carl Hanser Verlag.

2004     Storytelling: Das Harun al Raschid-Prinzip. Die Kraft des Erzählens fürs Unternehmen nutzen. (zus. m. K. Frenzel und H. Sottong).  München: Carl Hanser Verlag.

2000a    Das Unternehmen im Kopf. Schlüssel zum erfolgreichen Change Management (zus. m. K. Frenzel und H. Sottong).München: Carl Hanser Verlag.

2000b    Verborgene Potenziale. Was Unternehmen wirklich wert sind. (Hrsg., zus. mit B. Hentschel und H. Sottong). Mit Beiträgen von Gerhard Schulze, Georg Elwert, Birger Priddat, Helene Karmasin, Helmut Heid und Günter Küppers. München: Carl Hanser Verlag.

1998      Zwischen Sender und Empfänger. Eine Einführung in die Semiotik der Kommunikationsgesellschaft. (zus. mit H. Sottong). Berlin: Erich Schmidt Verlag.

1996      Markt und Sinn. Dominiert der Markt unsere Werte? (Hrsg., zus. mit Florian Müller). Mit Beiträgen von Elmar Altvater, Kurt Sontheimer, Michael Hutter, Bernhard Freiherr von Loeffelholz, Peter Kafka, Sighard Neckel, Klaus Farin, Konrad Schily, Wolfgang Schmidbauer, Niklas Luhmann, Peter Iden, Ulrich Krempel, Peter L.H.Schwenkow und Wolfgang Gönnenwein. Frankfurt/Main, New York: Campus.

1993      Der symbolische Rausch und der Kode. Zeichenfunktionen und ihre Neutralisierung (zus. mit H. Sottong). Tübingen: Stauffenburg.

1992      Philosophie und Anthropologie der Spätaufklärung: Der Romanzyklus Friedrich Maximilian Klingers. Passau: Wissenschaftsverlag Richard Rothe.

1989      Erotik und solitäre Existenz. Funktionen der Textreferenz in Arno Schmidts Trilogie “Nobodaddy’s Kinder”. München: Friedl Brehm.

 

Aufsätze (Auswahl):

2016 “Die erzählte Origanisation: Narrative Methoden im Unternehmenskontext” In: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes, 63. Jg., Heft 3, S. 284-296

2015  “Narratives Management: Unternehmen als Geschichten denken.” In: Wirtschaftspsychologie aktuell 3/2015, S. 57-60

2015  “Die Kraft des Erzählens. Storytelling im Unternehmen.” In: Archiv und Wirtschaft, 48. Jg., Heft 3, S. 109-116

2014  “Arbeiten mit Geschichten. Narrative Methoden im Coaching.” In: Coaching Magazin. Ausgabe 3/2014, S.19-23

2014  “Erzählend zum Sinn. Beratungsansatz Core Story.” In: Training aktuell. 25. Jg., Nr 2/2014, S. 20-22

2014  “Die Meta-Narrative des Social Web – Eine Hinführung zum Thema SocialMania.” (zus. mit Petra Grimm). In: Petra Grimm, Michael Müller (Hrsg.): SocialMania. Medien, Politik und die Privatisierung der Öffentlichkeiten. Stuttgart: Steiner, S. 7-22.

2014  “Daten, Informationen und Wissen: Überlegungen zu den zukünftigen Entwicklungen von Grundelementen der digitalen Gesellschaft.” In: Hermann Hill, Mario Martini, Edgar Wagner (Hrsg.): Transparenz, Partizipation, Kollaboration. Die digitale Verwaltung neu denken. Baden-Baden: Nomos, S. 67-79.

2013   “How innovations become successful through stories.” In: Andreas P. Müller, Lutz becker (Eds.): Narrative and Innovation. New Ideas for Business Administration, Strategic Management and Entrepreneurship. Wiesbaden: Springer VS, S. 139-149.

2010    „Die ganz normale Gewalt. Zur Signifi­kanz von Gewaltdarstel­lungen in Cormac McCarthy’s ‘No Country for Old Men’ und in der Romanverfilmung der Coen-Brüder”. In: Decker, Jan-Oliver: Semiotisierung und Narrativierung von Sexualität und Gewalt in Literatur und Film. Themenheft Kodikas/Code Volume 32, No.3/4, Tübingen: Narr, S. 345-355.

2010  “Auf der Suche nach der Core Story: Im Kern steht immer eine Geschichte”. In: Wirtschaftspsychologie aktuell, 17. Jg., Heft 3/2010, S. 58-60

2008    „Storytelling: Narrative Methoden in der Unternehmenskommunikation”. In: Lars Dörfel (Hrsg.): Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation. Trends, Nutzen und Wirklichkeit, scm: Berlin

2007   “Storytelling: die Wiederentdeckung des narrativen Denkens in Unternehmen”. In: Wirtschaftspsychologie aktuell. 14. Jg, Heft 2/2007, S. 9-11

2006     „Zum Bedeutungsaufbau in Texten / Structuring Meaning in Text.” In: Söke Dinkla (Hrsg.): Jenny Holzer. Die Macht des Wortes. I can’t tell you. Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz.

2004    “Das ‘erzählte Unternehmen’. Die Rekonstruktion von System-Regularitäten aus Erzählungen von Mitarbeitern”. In: Gustav Frank, Wolfgang Lukas (Hrsg.): Norm – Grenze – Abweichung. Kultursemiotische Studien zu Literatur, Medien und Wirtschaft. Passau: Karl Stutz, S. 431-445.

2004    “Sprache und andere Kommunikationsmittel”. In: Ev. Medienakademie im Gemeinschaftswerk der Ev. Publizistik (Hrsg.): Handbuch Öffentlichkeitsarbeit in Non-Profit-Einrichtungen. Wiesbaden: Gabler.

2003    “Vitamine für die Unternehmenskultur.” In: Martin, Ulli: U3 Corporate Culture. Kunst, Kunststoff, Kunststoffrecycling. Stuttgart: Arnoldsche Art Publishers, S. 126-137.

2003    “Storytelling als Methode: Aus Geschichten lernen. Berufsbiografische Interviews zur Analyse und Veränderung einer Kommunikations- und Unternehmenskultur”. (zus. m. K. Frenzel und H. Sottong). Personalführung 9/2003, Düsseldorf, S. 36-41.

2002    “Kultur, ökonomisch gedacht”. In: Felix, Zdenek / Hentschel, Beate / Luckow, Dirk (Hrsg.): Art & Economy. Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, S.146-156.

1997    “Liquid images: A semiotic analysis of on-air promotion and TV design of TV stations”. (zus. mit Bernhard Springer). In: Nöth, Winfried (Ed.): Semiotics of the Media. State of the Arts, Projekts, and Perspectives. Berlin, New York: Mouton de Gruyter, S. 417-430.

1996    “Semiotik”. (zus. mit H. Sottong). In: Horst Brunner/Rainer Moritz (Hrsg.): Literaturwissenschaftliches Lexikon. Grundbegriffe der Germanistik.  Berlin: Erich Schmidt Verlag, S. 309-310.